Zuerst LIG1 kaufen.
Die Wallet muss einen vorherigen LIG1-Kauf nachweisen können. Nur LIG1 von einer anderen Wallet zu erhalten ist nicht dasselbe wie selbst über den vorgesehenen Kaufweg gekauft zu haben.
Mit Private LP kann ein Nutzer selbst LIG1 und USDC als Liquidität bereitstellen. Dafür reicht es nicht, nur LIG1 zu besitzen: Eine Liquiditätsposition benötigt beide Seiten des Handelspaars.
Beim neuen LIG1 ist außerdem vorgesehen, dass eine Wallet zuvor LIG1 gekauft haben muss, bevor sie den Private-LP-Bereich nutzen kann.
Schritt für Schritt
Der Ablauf lässt sich in vier einfache Schritte zerlegen.
Die Wallet muss einen vorherigen LIG1-Kauf nachweisen können. Nur LIG1 von einer anderen Wallet zu erhalten ist nicht dasselbe wie selbst über den vorgesehenen Kaufweg gekauft zu haben.
Der Nutzer entscheidet, wie viele seiner LIG1 er als Liquidität bereitstellen möchte.
Zu den LIG1 wird zusätzlich der zum aktuellen Verhältnis erforderliche Gegenwert in USDC benötigt.
Nach den erforderlichen Freigaben und der erfolgreichen Einzahlung besitzt der Nutzer eine Private-LP-Position, die seinen Anteil an der bereitgestellten Liquidität abbildet.
Eine wichtige Besonderheit
Weil zwei unterschiedliche Vorgänge stattfinden. Wer noch keine LIG1 besitzt, benötigt zunächst USDC, um LIG1 zu kaufen. Für die anschließende LP-Einzahlung werden dann die gekauften LIG1 plus zusätzliche USDC benötigt.
Ein Teil des Kapitals wird verwendet, um zunächst LIG1 zu erwerben.
Danach werden LIG1 und zusätzliche USDC gemeinsam als Liquidität bereitgestellt.
Die zusätzlichen USDC werden nicht einfach „noch einmal bezahlt“. Sie bilden die zweite Seite der Liquiditätsposition. Der Nutzer stellt also zwei verschiedene Assets in einem passenden Verhältnis bereit.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, jemand möchte neu in LIG1 einsteigen und anschließend einen Teil davon für Private LP verwenden. Dann muss er sein verfügbares Kapital so planen, dass nach dem LIG1-Kauf noch USDC für die zweite Seite der LP-Position vorhanden sind.
Der genaue USDC-Betrag ist nicht dauerhaft fest. Er hängt vom aktuellen Poolverhältnis und von der gewählten LIG1-Menge zum Zeitpunkt der Einzahlung ab.
Besitz oder Liquidität?
Der Nutzer hält LIG1 direkt. Der Wert dieser Position verändert sich mit dem Marktpreis von LIG1.
Der Nutzer stellt zwei Assets bereit. Durch Käufe und Verkäufe verändert sich die Zusammensetzung seiner wirtschaftlichen Poolposition im Laufe der Zeit.
Was muss man vorher verstehen?
Wer Liquidität bereitstellt, sollte wissen, dass sich die Mengen der beiden Assets während der Bereitstellung verändern können.
Wenn sich der LIG1/USDC-Preis verändert, verändert sich auch die Zusammensetzung der Liquiditätsposition.
Eine LP-Position kann sich wirtschaftlich anders entwickeln, als wenn dieselben Assets einfach separat gehalten worden wären. Dieser Unterschied wird häufig als „Impermanent Loss“ bezeichnet.
Ein- und Auszahlungen können den im Contract vorgesehenen Regeln und Gebühren unterliegen. Vor einer Transaktion sollte die tatsächlich angezeigte Ausführung geprüft werden.
Liquidität bereitzustellen bedeutet nicht, dass ein bestimmter Gewinn oder eine bestimmte Rendite garantiert ist.
Ein- und Auszahlung
Im Private-LP-System sind Funktionen für Einzahlungen und Auszahlungen vorgesehen. Bei der Auszahlung ist entscheidend, was die Position zu diesem Zeitpunkt tatsächlich repräsentiert – nicht einfach die ursprünglich eingezahlten Stückzahlen.
Während die Liquidität im Markt arbeitet, tauschen Käufer und Verkäufer gegen den Pool. Dadurch kann sich das Verhältnis zwischen LIG1 und USDC verändern. Die entnommene Position richtet sich deshalb nach dem dann vorhandenen Anteil und den geltenden Contract-Regeln.
100-Tage-Regel
Die 100-Tage-Regel bezieht sich auf die zeitliche Behandlung gekaufter LIG1 beim Verkauf. Vorgänge rund um Private-LP-Einzahlung und -Auszahlung besitzen eigene Contract-Funktionen. Deshalb sollte nicht angenommen werden, dass jede LP-Bewegung automatisch genauso behandelt wird wie ein normaler Kauf oder Verkauf.
Welche Gebühren bei einer Private-LP-Auszahlung konkret anfallen und wie Tranches dabei behandelt werden, muss dem deployten Contract und der tatsächlichen Transaktion entsprechen. Die Oberfläche sollte diese Werte vor der Bestätigung klar anzeigen.
Private LP bedeutet: Ein Nutzer stellt eigene LIG1 und zusätzlich den passenden USDC-Gegenwert als Liquidität bereit. Dafür muss er die Funktionsweise, die veränderliche Zusammensetzung der Position und die damit verbundenen Risiken verstehen.
Eine kurze Frage
Welche Aussage ist richtig?
Weiter
Im nächsten Kapitel erklären wir, wie neue LIG1 über Rewards entstehen können, warum dabei keine USDC mitgemintet werden und was passiert, wenn Reward-LIG1 später verkauft werden.
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